PRESSE
Wer mit sich selbst fremd geht, bleibt sich immer treu
BERGKAMEN * "Danke, Frau Badey, das war wirklich sehr schön!" Besser als eine Besucherin beim ersten MittwochsMix in diesem Jahr lässt es sich kaum ausdrücken. Es war ihr stiller Applaus für einen großartigen Auftritt der Kabarettistin Andrea Badey im Stadtmuseum in Oberaden. Es gibt sie, Künstlerinnen wie Andrea Badey, die ganz dicht gemachte Geschichten zu erzählen weiß - neben den Späßen, die auch sie sich mit ihrem Publikum erlaubt.
Mit ihrem ganz eigenen Mix aus handfester Komik, aber eben auch ihren wundervoll erzählten Geschichten über Protagonisten wie den etwas beschränkten Ludwig, dem vermeintlichen Scheidungsopfer Carola oder auch die derb humorige polnische Existenzgründerin Bonney Emm.
Geschichten, wie die des LKW-Fahrers, der mit seinem Freund, dem Goldfisch, in der Kneipe über sein kaputtes Familienleben philosophiert. Über die verpassten Chancen, seinen Sohn aufwachsen zu sehen, ihm Vater sein zu können. Und der dann noch die niederschmetternde Botschaft über die Krebserkrankung seiner "Biggie" zu verarbeiten hat. Wenn Andrea Badey diese Saiten anschlägt, wird es mucksmäuschenstill im Saal.
Sie schafft es nicht nur, diesen kleinen Mann in seiner schon fast lustigen Einfältigkeit glaubhaft rüber zu bringen, nein, Badey lässt auch einen Blick zu in seine eigentlich verletzbare Seele. Mit großem Können schlägt sie diesen Bogen zwischen teils kräftigem, teils stillem Humor und eindringlicher Herausarbeitung eines Charakters, die dem Publikum zeitweise die Augen feucht werden lässt. Da zeigt sich die perfekte Mischung aus gelernter Schauspielerin und exzellenter Beobachterin, Poetin und Kabarettistin. Krönender wie versöhnlicher Abschluss dieser Szene ist das von ihr gesungene Lied "Desperado", das in diesem Fall wie eine zarte Faust auf das Auge passt.
Und selbst nach diesen eindringlichen Momenten gelingt ihr glaubwürdig und nicht aufgesetzt der Weg zurück zu einer doch sehr rustikalen und im Ausdruck deftig-kräftigen "Bonney Emm". Die nicht nur ihre Sicht auf das Kleinunternehmertum in deutschen Fußgängerzonen lenkt. Oder ihren Sohn, den geistig etwas zurückgebliebenen "Ludwig". Ob nicht dieser Ludwig in seiner Beschränktheit derjenige ist, der die "normaleren" Ansichten hat und die richtige Sicht auf die Dinge des Lebens findet?
Badey ist eine scharf beobachtende Kabarettistin, die nicht nur die Kuriositäten des Lebens, die Missverständnisse zwischen den Geschlechtern humorig aufarbeitet. Wenn sie sich eines Themas annimmt, fasst sie das oft in wunderbar erzählte Geschichten. Manchmal sehr berührend, dann wieder mit feinem Humor gewürzt.
Geschickt setzt sie dazu ihre Kontrapunkte mit einem derben Charakter oder in hervorragend interpretierten Liedern, die ihr Programm abrunden. Wenn sie ihre Version "Hotte", in Anlehnung an den Stephan-Sulke-Song "Lotte" singt, dann ist das (fast) besser als das Original. * jk - (WA)
Wer mit sich selbst fremd geht, bleibt sich immer treu
Dortmund, Cabaret Queue (LINK)
Zwischen Tanga und Treppenlift
"Das Leben ist ein Experiment. Immer." Die großartige Andrea Badey macht im Stadttheater Regensburg Mut zum Scheitern und präsentiert mit ihrem Programm "Zwischen Tanga und Treppenlift" ein Edelstein des Kabaretts! Und immer steht man mit einem Bein im Tränenteich und mit dem anderen im Schlaraffenland des Lachens! (Mittelbayrische Zeitung)
"Die Lady aus dem Ruhrpott schleift Kohle zu Diamanten..." (Süddeutsche Zeitung)
Musikkabarett
"Inzwischen ist Andrea Badey an einem Punkt angekommen, an dem selbst der Himmel sie mit Standing Ovations überschüttet." (Senftöpfchen-Gastspiel, Kölner Stadtanzeiger)
"Andrea Badeys Soloproduktionen werden landauf landab von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert gefeiert. Wie sie ständig am giftigen Apfel der Verführung knabbert, ohne daran zu ersticken, wie sie jedes Klischee karikiert und selbst den Revierslang adelt, wie sie zwischen trunkener Großstadtschlampe, grandioser Diseuse und ebenso feinnerviger wie sich selbst spottender Frauengestalterin balanciert, das ist Kunst vom Allerfeinsten. Mimisch perfekt, tolle Sprache, wunderbare Songstimme. Das alles formt die ehemalige "Distel"-Kabarettistin zu einem Bühnenerlebnis seltener Größe." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
"Verwundert hört man ihr zu, denn was sie erzählt ist sinnlich, lustvoll, dick und warm und voller Charme." (Kabarett-Hofgarten, Main-Echo)
Geld allein macht nicht unglücklich/SOLO
"Unter jubelndem Beifall beweist Andrea Badey einmal mehr, dass Kabarett mehr sei kann, als aneinandergereihte Nummern .. sondern eine satirische Reise, der man gerne folgt. Sie erfüllt nicht das, was man von Ihr erwarten könnte, denn sobald alles herzhaft lacht, kann es auch mal schnell wieder ernst und tiefsinnig werden, nie schließt sie sich aus, durchwirkt alles mit ihrer feinen Selbstironie und ihrem abgrundtiefen aber immer charmanten Humor.." (Kölnische Rundschau)
Oh, die Fröhliche
"Wie Andrea Badey ihre Geschichten erzählt, das ist einfach umwerfend. Frech. Dann wieder, in einem Lied zärtlich und leise. Nur, um im gleichen Moment wieder die ganz großen Saiten anzuschlagen. Wenn böse Mädchen in den Himmel und Gute nirgendwo hinkommen, wohin kommt dann eigentlich "die Badey"?" (Westfälische Rundschau)
